Fahrradwerkstatt

Im September 2015 begannen einige Ehrenamtliche, selbstständig und zunächst losgelöst vom Verein Welcome e.V., alte und nicht mehr benötigte Fahrräder als Spenden einzusammeln, in der Garage einer der Akteure herzurichten und für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.

Bremsenkontrolle am Fahrrad

 

 

 

 

 

 

Regelmäßig helfen sieben ehrenamtliche Mitarbeiter und stellen die Öffnungszeiten der Werkstatt zwei Mal wöchentlich sicher. Donnerstags treffen sich i.d.R. für zwei Stunden nachmittags die deutschen Ehrenamtlichen, um in ruhiger Atmosphäre Arbeiten zu erledigen, die den laufenden Betrieb sichern. Freitagsnachmittags öffnet die Werkstatt für alle, Ehrenamtliche und Flüchtlinge. Während der gemeinsamen Arbeit in der Werkstatt wird seitens der Ehrenamtlichen besonderer Wert auf die aktive dialogische Zusammenarbeit mit den Geflüchteten und deren Spracherwerb gelegt. Die Werkstattzeiten fungieren inzwischen als ein regelrechter Treff für diejenigen, die ihre Räder teils eigenständig, teils unter Anleitung Ehrenamtlicher reparieren sowie denjenigen, die auf eine Ausgabe eines Rades hoffen.

Dieses Angebot wurde von den Geflüchteten so gut angenommen, dass schon im November 2016 größere Räume bezogen wurden, die unentgeltlich von einem Ehrenamtlichen zur Verfügung gestellt sind.

Gespendete Räder werden von einigen der Ehrenamtlichen mit privaten Autos eingesammelt und in der Werkstatt wieder fahrbereit gemacht. Räder, die nicht mehr hergerichtet werden können, dienen als Ersatzteillager.

Mehrere Hundert Fahrräder wurden inzwischen ausgegeben. Immer gibt es auch ein Schloss und für Kinder einen Helm dazu. Gefördert wird die Fahrradwerkstat seit 2017 vom Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Programms „100 Landinitiativen“.